Herr Schwager, wie würden Sie das vergangene Jahr in drei Stichpunkten beschreiben?
Klar, anspruchsvoll, geprägt von globalen Krisen.
Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Entwicklungen oder Erfolge im letzten Jahr?
Trotz eines insgesamt anspruchsvollen Umfelds schließen wir das Jahr wirtschaftlich stabil und insgesamt zufriedenstellend ab. Das ist Ergebnis klarer Prioritäten und verlässlicher Arbeit in vielen Bereichen.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung unserer Infrastruktur: Neben zahlreichen weiteren Maßnahmen haben wir zentrale Bauprojekte vorangetrieben – darunter das Projekt Inklusives Wohnen in Dorsten –, weitere Grundstücke erworben und mit dem Seniorenzentrum Batenbrock ein großes Zukunftsprojekt gestartet.
Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit unseren Leitungsmitarbeitenden ein neues Leitbild erarbeitet, das nun konzernweit ausgerollt wird und Orientierung für Führung, Zusammenarbeit und Entscheidungen geben soll.
Dem Fachkräftemangel sind wir nicht nur kurzfristig, sondern strukturell begegnet, indem wir unsere Prozesse in der Personalgewinnung und -bindung deutlich professionalisiert haben. Dabei war uns wichtig, eine Kultur der Offenheit und Wertschätzung zu leben – gegenüber unseren Mitarbeitenden ebenso wie gegenüber den Klientinnen und Klienten, die wir begleiten.
Was hat Sie im vergangenen Jahr überrascht – im Positiven wie im Negativen?
Positiv überrascht hat mich, wie tragfähig unser Konzern insgesamt aufgestellt ist und wie engagiert viele Kolleginnen und Kollegen auch in anspruchsvollen Situationen Verantwortung übernommen haben – oft unter erhöhtem persönlichem Druck. Dass wir dabei die Versorgung und Begleitung unserer Klientinnen und Klienten verlässlich sicherstellen konnten, ist keine Selbstverständlichkeit.
Darüber hinaus haben uns die Herausforderungen in einzelnen Gesellschaften deutlich gemacht, wie unterschiedlich sich Rahmenbedingungen entwickeln können. Gerade diese Erfahrungen haben jedoch auch gezeigt, wie wichtig Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und eine stabile Gesamtstruktur sind.
Welche Themen und Ziele stehen im kommenden Jahr im Fokus?
Im kommenden Jahr stehen Stabilisierung, Fokussierung und Zukunftssicherung im Mittelpunkt. Wir werden Prozesse weiter schärfen, Investitionen gezielt einsetzen und unsere Ressourcen dort bündeln, wo sie nachhaltig Wirkung entfalten.
Gleichzeitig wollen wir uns gezielt weiterentwickeln und dort wachsen, wo es fachlich sinnvoll ist und zu unserem Auftrag passt. Ein zentrales Ziel ist es dabei, verlässliche und attraktive Arbeitsbedingungen weiterzuentwickeln – für unsere bestehenden Mitarbeitenden ebenso wie für diejenigen, die wir künftig für uns gewinnen möchten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der konsequenten Weiterentwicklung unserer digitalen Arbeitsweise. Mit der flächendeckenden Einführung von Microsoft 365 treiben wir einen länger angelegten Digitalisierungsprozess voran, der gut vorbereitet ist und unsere Zusammenarbeit sowie Abläufe nachhaltig unterstützen soll.
Zum Abschluss ein persönliches Wort: Mit welcher Botschaft möchten Sie ins neue Jahr starten?
Ich möchte mit Zuversicht und Dankbarkeit ins neue Jahr starten. Dankbarkeit für das Engagement, die Haltung und den Zusammenhalt, den viele Kolleginnen und Kollegen täglich zeigen. Zuversicht, weil wir gemeinsam die Grundlagen geschaffen haben, um auch kommende Herausforderungen verantwortungsvoll anzugehen.
Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.
