Herr Keskinidis, mit welchen Herausforderungen haben die Mitarbeiter*innen im Altenzentrums Maria Lindenhof bei Hitzeperioden besonders zu kämpfen?
Die größte physische Belastung für das Team stellt die hohe Raumtemperatur dar, da es keine flächendeckende Klimatisierung der Bewohnerzimmer gibt. Die reguläre Dienstkleidung verstärkte die Hitzebelastung zusätzlich.
In solchen Hitzeperioden ist die Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Infektionskrankheiten eine besondere Herausforderung. Die Arbeit unter der erforderlichen persönlichen Schutzkleidung ist bei diesen Temperaturen sehr schwierig. Bei solch erschwerten Arbeitsbedingungen ist es für die Mitarbeitenden wichtig, auf die eigene, dringend benötigte Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Gibt es Maßnahmen, um es für das Team erträglicher zu machen?
Ja, die Dienstkleidung wird bei so hohen Temperaturen, wie wir sie vor zwei Wochen erlebten, temporär an die klimatischen Bedingungen angepasst, was vom Team als sehr hilfreich empfunden wurde. Außerdem haben wir kühle Getränke und Eis bereitgestellt, um die Belastung etwas zu mildern.
Wie erleben die Bewohnerinnen und Bewohner die heißen Tage, und was machen Sie, um ihnen die Hitze etwas erträglicher zu machen?
Die Hitze wirkte sich unmittelbar auf den Gesundheitszustand der Bewohnerinnen und Bewohner aus. Besonders in den ersten Tagen klagten viele über allgemeine Schwäche und Kreislaufprobleme. Einige gaben an, schlechter Luft zu bekommen. Die anhaltend warmen Nächte führten zudem zu einer deutlichen Zunahme von Ein- und Durchschlafproblemen, was sich auf das allgemeine Wohlbefinden am Tag auswirkte.
Wie können Sie da helfen?
Bei der letzten Hitzewelle wurden in allen Bewohnerzimmern Ventilatoren eingesetzt, zudem wurden die klimatisierten Aufenthaltsräume verstärkt für die Bewohnerinnen und Bewohner genutzt. Außerdem haben wir die Mahlzeiten an das Wetter angepasst und auf leichte Kost umgestellt. Das Pflege- und Betreuungsteam hat das Angebot sowie das Anreichen von Getränken deutlich intensiviert und sämtliche Betreuungsmaßnahmen der Tagespflege wurden in die kühleren Vormittagsstunden vorgezogen. Darüber hinaus achteten wir auf helle, luftige Kleidung bei Bedarf kamen Kopfbedeckungen und Sonnenbrillen zum Einsatz. Zusätzlich erhielten alle Betten Sommerdecken.
