Liebe Frau Jaskulla, Sie sind im Qualitätsmanagement beschäftigt und die Gleichstellungsbeauftragte im Diakonischen Werk. Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich dabei?
Im Qualitätsmanagement beschäftige ich mich mit der Frage, wie wir unsere Arbeit für Mitarbeitende und die Menschen, die wir begleiten und unterstützen, kontinuierlich verbessern können. Dabei geht es um Strukturen und Prozesse, aber vor allem um die Menschen, die tagtäglich unsere Arbeit mit Leben füllen. Als Gleichstellungsbeauftragte ist es mir wichtig, aufmerksam für Themen rund um Chancengleichheit und Fairness zu sein. Ich möchte dazu beitragen, dass sich alle Mitarbeitenden unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder persönlichem Hintergrund wertgeschätzt und gehört fühlen.
Neben der Aufgabe als Gleichstellungsbeauftragte sind Sie Diversity Managerin der Seniorenhilfe. Was bedeutet das und welche Aufgaben haben Sie dort?
In dieser Rolle begleite ich vor allem unsere internationalen Auszubildenden und Fachkräfte in der Seniorenhilfe bei der erfolgreichen Integration in Deutschland. Viele von ihnen kommen mit großen Hoffnungen nach Deutschland und stehen gleichzeitig vor ganz neuen Herausforderungen. Ich unterstütze sie dabei, sich bei uns gut einzuleben und im Arbeitsalltag zurechtzufinden. Gleichzeitig berate ich Teams und Führungskräfte zu Fragen rund um Vielfalt und kulturelle Unterschiede. Für mich bedeutet Diversity Management vor allem, Brücken zwischen Menschen zu bauen und dafür zu sorgen, dass Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als echte Stärke erlebt und genutzt wird.
Welche Herausforderungen spüren Sie und über welche Erfolgsmomente freuen Sie sich im Job?
Die größte Herausforderung ist oft, unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen und Erwartungen zusammenzubringen. Integration, Verständigung und gegenseitiges Verständnis entstehen nicht von heute auf morgen. Umso mehr freue ich mich über die vielen positiven Rückmeldungen, die ich von internationalen Auszubildenden, Fachkräften und den Mitarbeitenden in den Einrichtungen erhalte. Besonders schön ist es zu sehen, wie Menschen Schritt für Schritt ankommen, Sicherheit gewinnen und Teil unserer Gemeinschaft werden. Wenn jemand sagt: „Ich fühle mich hier willkommen und habe meinen Platz gefunden“, dann zeigt mir das, warum diese Arbeit so wichtig ist.
